Lira – Euro

30. Juli 2007 von sommerfrische

Alle Preise im Supermarkt werden auch im Jahre 2007 immer noch pingelig in Lire angeschrieben – und bei Immobilienpreisen sind immer noch die alten Lire-Milliarden der Maßstab. Irgendwie bleibt das Gefühl, das neue Geld, der Euro sei doch noch nicht so ganz definitiv … und es war ja auch praktisch, wenn der Wechselkurs der Lira nachgab, und so (nicht nur europäische) Preisverwerfungen wieder ausgeglichen wurden.

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Limoncello

28. Juli 2007 von sommerfrische

Jeder ligurische Haushalt, der etwas auf sich hält, macht in diesem Land der Zitrone seinen eigenen Limoncello – ein durchaus erfrischender Zitronenlikör, ein Digestif.
Auch andere italienische Landstriche kennen natürlich “ihren” Limoncello, besonders Capri und die Halbinsel von Sorrent haben wie die Riviera einen eigenen Markenartikel daraus gemacht. Die Diskussionen, welches der wahre rechte gute sei, laufen ähnlich wie beim Olivenöl oder anderen lokalen Produkten.

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Kennst du das Land …

26. Juli 2007 von sommerfrische

… wo die Zitronen blühen …
(Goethe hatte bei diesen Zeilen vermutlich andere Ziele vor Augen als Ligurien.)

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biken in Ligurien

23. Juli 2007 von sommerfrische

das ist eine eher sportive Angelegenheit. Ligurien ist eng und steil, und an der Küste entlang zu fahren, macht keinen rechten Sinn, da ist nur die Via Aurelia.

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Die “Alpini”

von sommerfrische

Alpini, die Gebirgsjäger, sind eine Truppe mit Tradition und Selbstbewußtsein. Sie haben anno dazumal Triest und Trento befreit, waren in Abessinien und Rußland.
Sie halten jedes Jahr irgendwo in Italien ein historisches Treffen ab, am liebsten in einer mittelgroßen Stadt, und pflegen dort der Kameradschaft und des Weinkonsums.
Da versammeln sich dann bis zu einer halben Million Kriegs- und Nichtkriegsteilnehmer und schwelgen in Erinnerungen an alte Zeiten, eine Woche ist die Stadt ehrenhaft und total blockiert.

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Pesto

22. Juli 2007 von sommerfrische

Pesto (”gestossen”, weil man das original nur mit einem Mörser macht) begegnet jedem Reisenden sehr rasch und ist inzwischen auch weit berühmt. Das ist eine dicke Soße aus Öl, reichlich Basilikum, geriebenem Käse, Pecorino oder Parmesan (”il grana”), und weil der so teuer ist, das Ganze gestreckt mit Pinienkernen. Inzwischen sind die Pinienkerne noch teurer als der Käse (wenn man nicht die nimmt, die als Vogelfutter verkauft werden; vielleicht muß man die allerdings etwas putzen …).
Ob Knoblauch dazu gehört – da gibt es unterschiedliche Meinungen. (Die Deutschen, wenn sie ihn denn entdeckt haben, nehmen gerne zuviel davon.)
Vielen ist diese Soße zu schwer. Die alte Küche verwendet sie allerdings etwas anders als moderne Schnellküche: ein wenig gekochte Bohnen und Kartoffelscheiben dazu, mit einem Eßlöffel Nudelwasser verdünnt, so entsteht ein total anders Nudelgefühl. Und man nimmt keine Spaghetti, sondern die flachen Abwandlungen, linguine trenette etc., oder trofie, das sind fast schon eine Art Spätzle.

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Blumenriviera, Palmenriviera

21. Juli 2007 von sommerfrische

Es gibt viele blühende Pflanzen in West-Ligurien. Manche Gemeinden geben sich viel Mühe damit, berühmt sind die Bougainvilleas von Bordighera, zu Zeiten ein wahres Blütenmeer.
Auch manche Bahnhöfe der Levante schmücken sich als Blumengarten.

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Dies ist kein Restaurant-Führer

20. Juli 2007 von sommerfrische

Eine Warnung doch: im Hinterland von Ligurien, kaum ein paar Kilometer von der Küste, kann man robuste Trattorien/Restaurants finden, wo man ganz ohne Speisekarte ein wehrhaftes Abendessen nach ligurischer Tradition serviert. Zu durchaus mässigen Preisen, vielleicht 25 Euro pro Person.
Dafür bekommt man bald ein Dutzend Gänge als Vorspeise, Gemüse farciert oder gegrillt, lokale Salami und Wildschweinschinken, Reistorte und fior di zucchini, je nach Jahreszeit. Vorsicht, danach ist man satt.
Dann kommen allerdings die pasta, mehrfache Nudelvariationen als Entrée, als primo.
Der Hauptgang folgt, Kaninchen oder anderes Fleisch, mit Beilage.
Massive Desserts sind Pflicht.
Den Grappa spendiert das Haus.

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Eine Reise nach Ligurien

19. Juli 2007 von sommerfrische

Mindestens vom Süden Deutschlands aus ist das Auto das Verkehrsmittel der Wahl für die Anreise. Man ist unabhängig, hat genug Kofferraum, und kann beliebig ins ligurische Hinterland. Und die Fahrt z. B. über den San Bernardino hat ihren alpin landschaftlichen Reiz. Von München aus ist alles zwischen 7 und 10 Stunden realistisch, je nach Verkehr und Fahr-Temperament.
An der Küste allerdings ist das Parken nicht immer einfach.

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Unterkunft in Ligurien

18. Juli 2007 von sommerfrische

Unten an der Küste, der „Riviera“, drängt sich alles – Leben, Bebauung, Tourismus, Handel, Nachtleben, Versorgung, Verkehr.

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Neue Qualitäten des Weines

17. Juli 2007 von sommerfrische

Da das enge steile Hinterland wenig Platz für den Weinbau bietet, hat es durchaus Tradition, Trauben aus dem Piemont und der Toskana zu kaufen und in Ligurien Wein daraus zu machen. Auch manche Private machen das.
Die Weinwelt Liguriens hat wie überall in den letzten Jahren/Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht, und es ist ein Vergnügen, sich vor Ort mit den lokalen Weinen auseinander zu setzen.
Ein böses bonmot sagt allerdings von manchem angebotenen Haustrunk:
… noch nicht Wein und schon Essig – sowas begegnet einem immer noch. Aber immer weniger.

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„alla romana“

16. Juli 2007 von sommerfrische

So nennt man das, wenn jeder seinen eigenen Konsum im Restaurant bezahlt. Ein Grund dafür ist nicht recht ersichtlich – die Römer können wohl nichts dazu.
Einzelabrechnung bei mehreren, einer Tischgesellschaft, gilt als komisch – auch wenn sich das kein Kellner in einer touristischen Umgebung anmerken läßt. Eleganter ist da schon, kurz eine Kopfquote zu überschlagen, und jeder gibt dann diesen seinen Anteil.
Wenn schon nicht einer die ganze Rechnung bezahlt, sie vielleicht woanders auseinander dividiert, oder sich das nächste Mal ein anderer revanchiert.

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Die Ligurer und ihr Geld

von sommerfrische

Es kann es durchaus passieren, daß ein Kellner auf die Frage nach Feuer eine halbvolle Schachtel Streichhölzer bringt und gönnerhaft erklärt, “die können Sie behalten, die hat ein Gast hier gelassen.” Alle Ligurer lachen herzlich bei der Erzählung der Episode, und erklären, ja ja, das sei typisch!
(wir sind halt geizig …)
Verblüffen kann man den homo ligurus vulgus durch ein unvermutetes Geschenk, auf so etwas ist er nicht gefaßt, wenn es keinen ersichtlichen Anlaß gibt – und er wird es nicht vergessen. Man hat sich dann einen Freund gemacht.

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“Ich möchte eigentlich nur einen Teller Spaghetti”

15. Juli 2007 von sommerfrische

Da kommt nun alles drauf an: eine freundliche junge Dame, oder auch nicht mehr so jung, kann in einem Luxusrestaurant in größter Seelenruhe erklären, sie möchte “eigentlich nur einen Teller Spaghetti” und läßt alle (teuren) Spezialitäten beiseite. Ohne Zucken wird sie das bekommen, und der Besitzer sie später freundlichst verabschieden, und ums Wiederkommen bitten.
Gleicherweise kann es einem jungen Touristenpaar mit Kind und Kinderwagen passieren, wenn sie beim Betreten eines einfachen Gasthofs erklären, sie möchten eigentlich nur einen Teller Spaghetti, daß sie rüde abgewiesen werden, “dies hier sei ein Restaurant”!
Nun mag in diesem Falle auch das nicht unbedingt makellose Erscheinungsbild der Touristen (ersichtlich aus dem Norden) zu dieser unerfreulichen Abfuhr beigetragen haben …

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Elektrostecker und Autonummern

14. Juli 2007 von sommerfrische

Viele Systeme wurden eingeführt, immer mit guter Begründung. So hat man heute ein demokratisches Nebeneinander der unterschiedlichsten Elektrostecker, „magic“ (groß und klein), alte Stecker in zwei Spurbreiten, mit und ohne mittleren Nulleiter, Schukostecker, Eurostecker, sogar US-Stecker …
In praxi kommt man mit Eurosteckern und Schukosteckern einigermassen durch. Schlimmstenfalls kann man in jedem Supermarkt Adapter kaufen, die einem weiterhelfen.

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Ein Königreich für eine Vespa

13. Juli 2007 von sommerfrische

Wenn man sich denn eine Ferienwohnung ein paar Kilometer von der Küste organisiert hat, und runter an den Strand möchte – das ist meist ein Katzensprung. Bloß das Auto wird man dann gelegentlich nur schlecht los.
Städtchen wie Alassio oder Loano oder Lévanto haben wenig Platz – das ideale ist die Vespa oder ein Fahrrad. Inzwischen kann man derlei mieten.
Hier soll eine Sammlung von Vermietern entstehen. Wer Erfahrungen mit einem gemacht hat, möge einen entsprechenden Hinweis geben.

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Die Polizei behandelt Touristen glimpflich …

von sommerfrische

… soweit es geht.
Die Polizei, das sind mehrere:
– Carabinieri, das Erste Armeekorps, mit Aufgaben im Inneren, prinzipiell ortsfremd, um Beziehungen zu den Einheimischen zu verhindern,
– Polizia stradale (Verkehrspolizei),
– Vigili urbani (lokale Polizei).
Falls man, was nicht geschehen möge, doch polizeiliche Hilfe braucht, wende man sich an die Carabinieri.

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eine SIM für jedes Land?

von sommerfrische

Das wären ein wenig viel Telefonnummmern für einen.
Landesgrenzen sind Herrschafts-Instrumente, und wer kann, hängt sich da gerne an, um zu windfall-profiten zu kommen. Auch die Telefonanbieter.
Roaming-Gebühren in Europa sind für manchen ein Ärger.
Man kann das roaming manchmal auch vermeiden:
Es lohnt sich neuerdings, 25 Euro für eine italienische SIM Karte auszugeben.
Der römischen Regierung ist es im Frühjahr 2007 gelungen, durchzusetzen, daß prepaid Guthaben nicht mehr verfallen – und keine 20% Aufladegebühr mehr genommen werden dürfen.
Die Karte kann man dann auch an einen Freund oder Bekannten weitergeben, oder sie in drei Jahren wieder benutzen.
(2007 hat sich die company WIND viel Mühe mit dem Wettbewerb gegeben.)

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Ein berühmt-berüchtigtes Schild

12. Juli 2007 von sommerfrische

“das sitzen an den Tischen bedürf Bedienung” war viele Jahre lang im Bahnhofsbistro in Verona zu lesen, zum stillem Amüsement manches Sprachkundigen.
Der genervte padrone an diesem Eingang nach Italien wollte folgenden Sachverhalt zu Ausdruck bringen:
Es gibt in allen Bars Italiens grundsätzlich zwei Preise für alles, was man konsumiert. Die beiden Preise müssen irgendwo angeschrieben sein: “al banco” (man nimmt sein Getränk stehend an der Theke) und “al tavolo” (man läßt sich nieder und wird bedient).
Die beiden Preise sind meist verschieden, je nach Etablissement. Am Markusplatz in Venedig kann der cappuccino “al tavolo” durchaus das Zehnfache von dem kosten, was man an der Bar im Stehen dafür bezahlt – dafür verweilt man beliebig auf seinem splendiden Sperrsitz.

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“Das Meer gehört allen“

11. Juli 2007 von sommerfrische

Freier Zugang zum Wasser: An vielen italienischen Stränden gibt es den nur gegen Eintritt fürs Strandbad. Jetzt greift die Regierung ein, Geschäftsleute drohen mit Streik.
Sommer, Sonne und das blaue Mittelmeer: Das ist für viele der pure Italien-Traum. Rund 3500 Kilometer Strände hat Italien, Sonnenanbeter aus Bologna, Bordeaux und Buxtehude haben gleichermaßen die Qual der Wahl.
Nur: Fast ein Drittel der Strände ist seit Jahren fest in den Händen von Strandbädern, die von ihren Kunden immer saftigere Eintrittspreise verlangen.
Diese Tendenz will die Regierung jetzt stoppen, und hat prompt in ihrem Haushaltsplan angeordnet, dass der Zugang zum Meer und zu den ersten fünf Metern Strandlinie für alle Badefreunde gratis sein muss.

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