“vu cumpra”
9. Juli 2007 von sommerfrische“vu cumpra”, so wird man von ihnen angeredet und so nennt sie der Volksmund, auf bayrisch vielleicht “mogst kaffa” (”möchtest du kaufen”), oder “willste ma kauf’n”; das sind Schwarzafrikaner, die als fliegende Händler Strände und Fußgängerstraßen bedienen. Sie sind überall präsent, nicht sehr aufdringlich, unübersehbar. Schwer bepackt ziehen sie durch die heiße Sonne.
Wer sie ins Land geholt hat und erhält, ihnen Ware und Logis gibt, bleibt unklar, wenn auch der Volksmund Mafia und Polizei und Politik unterschiedslos verantwortlich macht.
Seit nunmehr dreissig Jahren verticken sie Ledergürtel, Sonnenbrillen und Taschen, Modeschmuck. Es macht wenig Sinn, sie zu schneiden oder zu ignorieren oder gar genervt zu sein; die Italienerinnen lassen sich freundlich etwas zeigen und sagen danke und das war’s.
Am Ende findet man sogar ein fake, das man eine Saison benutzt …
Umsicht allerdings bei den internationalen Prestige-labels: die italienische Polizei versucht gelegentlich, Markenpiraterie einzuschränken, und dann sind Schwierigkeiten nicht ausgeschlossen.
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