Lira – Euro

30. Juli 2007 von sommerfrische

Alle Preise im Supermarkt werden auch im Jahre 2007 immer noch pingelig in Lire angeschrieben – und bei Immobilienpreisen sind immer noch die alten Lire-Milliarden der Maßstab. Irgendwie bleibt das Gefühl, das neue Geld, der Euro sei doch noch nicht so ganz definitiv … und es war ja auch praktisch, wenn der Wechselkurs der Lira nachgab, und so (nicht nur europäische) Preisverwerfungen wieder ausgeglichen wurden.

Die offizielle Inflationsrate Italiens hält sich im europäischen Rahmen, mit regionalen Unterschieden, die gefühlte Inflation keineswegs. Und die kleineren Ausgaben des Alltags sind mit der Einführung des Euro wohl wirklich überproportional teurer geworden. Münzgeld wird nicht so ernst genommen wie Papiergeld; mancher erinnert sich an die historische Bonbon-Währung, als die Hartgeldproduktion der staatlichen Münze zusammenbrach. Neben Bonbons als Wechselgeld an der Supermarktkasse gab es dann auch Minischecks über 50 und 100 Lire von Privatbanken im Umlauf. Gute Zeiten für Kinder und Privatbankiers.
Ein Zweieurostück wird eben viel leichter ausgegeben als die entsprechenden 4000 Lire ehemals. Und so wird das Geld gefühlt noch knapper.

Ligurien als Feriengebiet hat zu kämpfen, und das spricht sich langsam herum. Gut für den Touristen.

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