Pesto

22. Juli 2007 von sommerfrische

Pesto (”gestossen”, weil man das original nur mit einem Mörser macht) begegnet jedem Reisenden sehr rasch und ist inzwischen auch weit berühmt. Das ist eine dicke Soße aus Öl, reichlich Basilikum, geriebenem Käse, Pecorino oder Parmesan (”il grana”), und weil der so teuer ist, das Ganze gestreckt mit Pinienkernen. Inzwischen sind die Pinienkerne noch teurer als der Käse (wenn man nicht die nimmt, die als Vogelfutter verkauft werden; vielleicht muß man die allerdings etwas putzen …).
Ob Knoblauch dazu gehört – da gibt es unterschiedliche Meinungen. (Die Deutschen, wenn sie ihn denn entdeckt haben, nehmen gerne zuviel davon.)
Vielen ist diese Soße zu schwer. Die alte Küche verwendet sie allerdings etwas anders als moderne Schnellküche: ein wenig gekochte Bohnen und Kartoffelscheiben dazu, mit einem Eßlöffel Nudelwasser verdünnt, so entsteht ein total anders Nudelgefühl. Und man nimmt keine Spaghetti, sondern die flachen Abwandlungen, linguine trenette etc., oder trofie, das sind fast schon eine Art Spätzle.

Apropos Basilikum: die Ligurer behaupten, der Basilikumpflanze müsse das Meer sehen, ansonsten schmecke das Kraut nach Minze – “sa di menta”, was nicht als Komplement gilt. Kurz, pesto könne man eigentlich nur in Ligurien herstellen – und verzehren?

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