Klima und Wetter

21. August 2007 von sommerfrische

In Italien pflegt im Sommer die Sonne zu scheinen. Das mag man so stehen lassen, auch wenn heftige Unwetter sogar im Hochsommer die Flüsse über die Ufer treten lassen können.
Hauptniederschlagszeit, anders als nördlich der Alpen, ist der Winter.
Dabei ist die Vegetationsperiode noch in der Poebene ähnlich wie in Bayern, ist kaum länger, die Bäume schlagen 10 Tage vielleicht früher aus und verlieren die Blätter 10 Tage später.

Die eigentliche Klimagrenze im Norden ist der Apennin, südlich davon beginnt eine andere Welt. Geschützt durch das Zentralmassiv der Alpen und die Seealpen ist an der Küste, der “Riviera”, eine Vegetation heimisch‚ die man sonst erst sehr viel weiter südlich findet. Oliven, Bougainvilleas, Palmen, Agaven … eine reiche subtropische Pflanzenwelt, die keinen Frost im Winter verträgt.

Die ideale Reisezeit für Ligurien ist nicht im Juli / August. Es kann auch im Frühling schon gut warm und sogar heiß werden. Vorher ist das Meer noch vom Winter her kühler, im September / Oktober warm genug, um ausgiebig zu baden, auch für jemanden, der eher wärmeres Wasser vorzieht. Auch im Oktober sind die Temperaturen angenehm, allerdings ist man manchmal dankbar, wenn die Unterkunft am Abend überschlagen ist.
Zu Weihnachten/Sylvester kann man durchaus im Freien tafeln. Die einheimischen Damen allerdings holten pünktlich zum 1. Dezember den Pelz heraus, sonnen sich im Waschbärmantel. Das ist aber mehr ein Statussymbol.

Irgendwann Ende August ist die große Hitze gebrochen. Aber selbst die große Hitze – il gran caldo – ist in Ligurien immer etwas moderiert. Unten, direkt an der Küste, durch den ausgleichenden Einfluß des tyrrhenischen Meers. Und ein paar Kilometer zurück ist man schon weiter oben, ca. 1 Grad Celsius/100 Meter sinkt die Durchschnittstemperatur. Meist regt sich eine sanfte Brise, morgends und abends sowieso.

Juli / August ist die Zeit der sommerlichen Hitze. Seit das Unterholz der freien Vegetation nicht mehr gesäubert wird, kommt es vermehrt zu Waldbränden. Es wird immer wieder kolportiert, ein Waldbrand sei ein probates Mittel der Spekulation. Doch darf auf Flächen nach einem Waldbrand für 15 Jahre nicht gebaut werden.
Häuser oder gar bewohnte Gebiete sind seit langem nicht zu Schaden gekommen.

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