Schiefer – Ardesia – Lavagna

2. August 2007 von sommerfrische

Lavagna, so nannte man ehedem die Schiefertafel in der Schule. Ein Ort am Talausgang von Fontanabuona an der Riviera di Levante heißt so, aus den Steinbrüchen des Valfontanabuona kam das Gestein, schon zu Römerzeiten und früher.
Am Bau heißt der Schiefer Ardesia, man macht Treppen draus (aufwendig zu pflegen), oder deckt Dächer damit. Als steinerne Platte für einen Außen-„Grill“ oder als Basis für Billiardtische ist das Material perfekt.
Anders als der französische Schiefer wird der ligurische im direkten Sonnenlicht hell, das nennt man dann cotto – gekocht; das ist ein sehr charakteristisches ligurisches Architektur-Element.
Nur sterben mittlerweile die Schiefer-Steinbrüche und die zugehörigen Verarbeitungsbetriebe, mangels Konkurrenzfähigkeit.
Das Material wird heute weitaus billiger aus China importiert, die Arbeitskosten sind hierzulande viel zu hoch geworden.
Die Chinesen kaufen mit dem Erlös dann Erdölrechte in Afrika.

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