Pelota – balun

4. September 2007 von sommerfrische

Die Basken sagen, sie hätten die älteste Sprache und das schnellste Ballspiel der Welt.
Das Ballspiel heißt Pelota (Kugel), das ist der baskische Volkssport, im Ausland wenig bekannt. Allerdings, in Mailand gibt es eine Halle dafür, in der ein reger Spiel- (und Wett-) Betrieb herrscht. Es geht zu wie auf der Galopprennbahn, bis spät abends.

Ein verwandtes Ballspiel wird auch in Ligurien und im Piemont gespielt, das heißt dort „pallone elastico“ oder „u balùn“, eine Sportart, in der auch nationale Meisterschaften ausgetragen werden.
Das Spielfeld ist neunzig Meter lang, eine Mittellinie teilt es in zwei Hälften, eine seitliche Wand, die eine wichtige Rolle für das Spiel und seine Taktik hat, dazu hohe Fangzäune, Flutlichtmasten. Was fast wie ein veritabler Fußballplatz anmutet, ist hier in Dolcedo und anderswo doch keiner. Dolcedo hat gleich zwei Spielfelder.

Man spielt in Mannschaften a 4 Spieler mit verschiedenen Rollen. Geschlagen wird mit der Faust/Unterarm/Handgelenk, mindestens 45 Meter weit. Gezählt wird ähnlich wie im Tennis, nach elf Spielen steht der Gewinner fest.
Wenn im „Sferisterio“ die jungen Männer ihre Handgelenke mit Tüchern umwickeln und ihr „pallone elastico“ spielen, herrscht Andrang.

Vor Jahren haben die aus „Duceu“, die Dolcedesi, bei diesem oberitalienischen Volkssport schon einmal den Landesmeister gestellt, wovon die Bilder im Ristorante Tunù eindrucksvoll Zeugnis ablegen.

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