Betonungen

10. März 2008 von sommerfrische

Italiener mokieren sich nach einem Besuch Korsikas (ehedem italienisch) gerne darüber, wie die Franzosen den Namen des Ortes Porto, ihr Pórto aussprechen: Portó.

Ein noch prominenteres Beispiel: Mónaco (italienisch) – Monáco (deutsch) – Monacó (französisch), der Stadtstaat zwischen Italien und Frankreich.

Nun interpretiert und spricht ein jeder nach den Regeln seines jeweiligen Idioms. Man vergesse jedoch nicht, daß eine ungewohnte Betonung ein Wort bis zur Unverständlichkeit für die anderen entstellen kann. Nach der eigenen Schriftauffassung zu sprechen, führt gelegentlich zu Pattsituationen.

Amálfi (ein berühmter Ort südlich Neapels) wird auf amerikanisch zu so etwas wie: Ámalfaay – was kein Italiener verstehen kann.
Oder auch: eine junge Dame, die in einem Restaurant nach knotschi verlangte, nach „gnocchi“ – stieß auf totales Unverständnis seitens des freundlich bemühten Kellners. Ein zweisprachiger Gast bereinigte die Situation …

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