Ein Haus in Ligurien

13. Juli 2009 von sommerfrische

In den 60/70er Jahren begann es, daß Deutsche sich ein Ferienhaus in Ligurien zulegten, hauptsächlich an der Riviera di Ponente. Manchmal war das echter Wiederaufbau in verlassenen, verfallenden Dörfern, die unter dem Beifall der Einheimischen so zu neuem Leben kamen.
Nun setzt da, schon seit einiger Zeit, der Generationenwechsel ein.
Mit der Folge, daß ein zunehmendes Angebot an Ferienimmobilien auf den Markt kommt, übrigens durchaus auch von italienischer Seite. Die Käufer kommen inzwischen auch aus anderen Ländern, nicht nur aus Deutschland.
Die Immobilienpreise sind (noch?) phantasievoll, insbesondere in Alassio, das in den eigenen Ohren einen fabelhaften Ruf hat; daß irgendwann Preise dem Markt folgen müssen, leuchtet einem echten Ligurer nur schwer ein; für den kennen Preise immer nur eine Richtung.

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Die längste Fahrradpiste Europas

8. Juli 2009 von sommerfrische

ist auf der ehemaligen Eisenbahntrasse direkt an der ligurischen Küste nun schon teilweise verwirklicht.
Sie soll demnächst von der französischen Grenze bei Ventimiglia bis nach Diano Marina gehen, kurz vor Alassio.
Die Besichtigung bei San Lorenzo zeigt ein aufwendiges Projekt, eine makellose Piste mit rotem Fahrbahnbelag, Beleuchtungen aus poliertem Edelstahl, ebenso wie die Notrufsäulen, zweispurig mit Seitenstreifen für Fußgänger. Eine sehr bequeme, lange Fahrt mit spektakulären Aussichten, immer nahe am Meer.
Einziger Wermutstropfen: einen Teil der Strecke legt man im Tunnel zurück, wie die alte Eisenbahn …

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Zwei Schweizer in Ligurien

von sommerfrische

Wer auf Reisen geht, erkundigt sich über seine Destination am besten bei
Leuten, die dort leben oder die die Region oft bereist haben. Sie wissen, wo
man gut isst, welche Hotels und Pensionen freundlich ist, und sie wissen
auch, wo man beispielsweise einen deutschsprachigen Kinderarzt findet oder
bei wem man Bienenhonig direkt ab Hof kaufen kann.

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UNESCO – Welterbe

1. Juni 2009 von sommerfrische

In der UNESCO-Liste des Welterbes hat Ligurien immerhin zwei Einträge, und die sind charakteristisch genug:
– Kulturlandschaft Portovenere und Cinque Terre (K/1997)
– Le Strade Nuove und Palazzi dei Rolli in Genua (K/2006)
Wenn man sich in diese Zeugen der Vergangenheit (und Gegenwart!) vertiefen möchte, hier eine subjektive Empfehlung für ein Stand-Quartier:
– Locanda di Palazzo Cicala neben dem Dom mitten in der Altstadt Genuas (gehoben trotz der bescheidenen Bezeichnung Locanda – Gasthof);
– Levanto, ein beschauliches Städtchen, das sich gerne Tor zu den Cinqueterre nennt, um an deren Ruf zu partizipieren. Dort finden sich die verschiedensten Hotels, auch Ferienwohnungen bieten eine vernünftige Alternative.

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Tango in Ligurien

26. April 2009 von sommerfrische

Die europäische Auswanderung nach Argentinien kam zum guten Teil aus Italien, aus Neapel und Süditalien vor allem, und aus Ligurien.
Das argentische spanisch, sagt man, sei das italienischte. Allerdings wohl eher dialekt-geprägt, als von der Hochsprache. Auch zu Musik und Folklore trugen die Einwanderer ganz unverwechselbar bei.
Der Tango, ein argentinisches Klischee par excellence, hatte gradezu seine italienische Epoche.
Heute ist der Tango ein zweites Mal nach Europa zurückgekehrt.
Die ehemaligen Zentren der Auswanderung, allen voran Neapel und Genua, würdigen die historischen Verbindungen nach Argentinien durch kulturelle highlights, in individueller Initiative der Tangueros, mit tatkräftiger Hilfe der Gemeinden.

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Eine Sonderveröffentlichung

23. April 2009 von sommerfrische

Die Süddeutsche Zeitung hat ihrer Ausgabe vom 21.4.2009 eine gut gelungene Broschüre „Ligurien“ von 24 Seiten beigelegt. Die ersetzt spielend so manchen einfacheren Reiseführer:
„… Generell gehört das Wort Schnelligkeit aber nun wirklich nicht zum Standard-Vokabular in den Cinque Terre. Wer die weitaus weniger frequentierten Pfade ins Hinterland hinaufsteigt, sollte sich Zeit nehmen – vor allem für Verschnaufpausen …“
“ … die schwarz-weiß gestreifte und vor Jahren renovierte Kathedrale San Lorenzo, die – typisch Genua – ohne großes Trara mitten in der Altstadt auftaucht, Kunstliebhabern jedoch wegen der interessanten romanisch-gotischen Stilkombination die Freudentränen in die Augen treibt …“
„… Keine Einschränkungen? Doch. Generell kann ich den August nicht empfehlen – was freilich für viele europäische Regionen gilt. Rund um Ferragosto … ist ganz Italien auf den Beinen, dann platzt vor allem die Küste aus den Nähten. Die Parkplatzsuche wird zur Hölle, an den Stränden herrscht dichtes Gedränge, in den Restaurants muss man anstehen. Horror. Da hilft nur die Flucht ins Hinterland. Und das ist alles andere als eine schlechte Alternative …“

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Reisenews aus Ligurien

20. April 2009 von sommerfrische

Für die Planung eines Ligurien-Urlaubs empfehlen sich – neben Insidertipps von privaten Urlaubern – immer noch die einschlägigen Reiseführer. Hier findet man in aller Regel umfassende Übersichten über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Für aktuelle Reisenews aus Ligurien sind aber auch spezielle Reisenews-Webseiten eine gute Ergänzung.

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Was ein Tourist nicht mitkriegt

10. April 2009 von sommerfrische

Il Giornale, nicht ganz „Die Welt“ Italiens, titelt: „Sanremo, Berlusconi und Apicella mit einem neuen Lied“

„Die Liebe gibt es“, „Wenn ich dich verliere“ und „Musik“. Das sind die Titel von drei neuen Liedern, vierhändig geschrieben von Silvio Berlusconi und dem napolitanischen Liedermacher Mariano Apicella. Allerdings nur eines davon wird der „Cavaliere“ bei seinem Auftritt auf der Bühne des Hotels Ariston vortragen.

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Die Karwoche in Ceriana

8. April 2009 von sommerfrische

Die „Settimana Santa“ in Ceriana ist ein sehr altes, weitbekanntes Oster-Ritual, ein Ereignis mit einmaligem musikalischen und spirituellen Stellenwert in der religiösen Tradition Liguriens.

Der Ablauf in diesem Jahr:

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Monte Faudo

7. April 2009 von sommerfrische

Das ist ein prominenter Berg im Hinterland von Imperia. Der ist nicht nur als Berg prominent, der Name steht auch für Ereignisse der Zeitgeschichte.

Jedes Jahr am 1. Mai ist in Dolcedo der Start zum legendären Monte Faudo Berglauf. Auf der Piazza in Dolcedo geht es auf die 14 km lange Strecke mit 1.000 Höhenmetern. Der Rekord liegt bei ca. 1 Stunde und 30 Minuten.

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Wandern in Ligurien

von sommerfrische

Für Wanderlustige sicherlich eine sehr lohnenswerte Orientierungshilfe.
Aufgeteilt in 35 Touren sehr unterschiedlichen Anspruchs eröffnet sich ein breites Panorama des ligurischen Hügellandes, vom französisch-italienischem Grenzland am Tal des Roia bis zu den Marmorbergen der nördlichen Toskana. Selbst um Genua kann man herum wandern und überraschende Einblicke in die Vergangenheit finden.

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Eine Eisenbahn wird verlegt

8. Januar 2009 von sommerfrische

Der Bau der  Eisenbahn von Genua nach Frankreich im 19. Jahrhundert bedeutete einen Entwicklungssprung für das westliche Ligurien – die Riviera di Ponente.
Rosen für das winterlichen München und aristokratische Touristen an der Riviera oder der Côte d’Azur …
Die Streckenführung damals folgte technischen und wirtschaftlichen Zwängen, lange Abschnitte der Küstenlinie wurden zur Eisenbahntrasse, manche historische Orte beeinträchtigt, viel urbanistische Rücksicht nach heutigen Vorstellungen wurde dabei nicht genommen.

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Internet 2009

2. Januar 2009 von sommerfrische

Öffentlicher Zugang zum Internet ist in Italien und Ligurien eher selten und sehr beschränkt, was die Öffnungszeiten angeht, und teuer (auch 6 Euro und sogar mehr), hotspots existieren praktisch nicht.
Der Zugang der Wahl heute (2009) ist vermutlich, sich einen USB UTMS Stick zu besorgen und zusammen mit einer prepaid SIM Karte zu verwenden.
Das gibt es in jedem Telefonieladen, die man auch in kleineren Städten findet. Stichwort Chiavetta internet, oder dsl mobile …
Je nach Angebot bezahlt man für die hardware 50 oder 79 Euro, den Betrag bekommt man als surf-bonus gutgeschrieben, die SIM-Karten leben 1 Jahr, wenn sie nicht nachgeladen werden.
Mit einem derartigen equipment kommt man derzeit für weniger als 1 Euro/Stunde Verbindung ins Internet.

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Ligurien Reiseführer

8. September 2008 von sommerfrische

Was man im Buchhandel oder auch bei den einschlägigen Internet Portalen an (deutschen) Reiseführern über Ligurien erhalten kann, ist einigermassen überschaubar.
Anmerkung: das Internet bietet seit ein paar Jahren eine neue, höchst schätzenswerte Möglichkeit, vieles, was der normale Buchhandel nicht liefern kann, antiquarisch (und zu teilweise auch recht vorteilhaften Preisen) doch noch zu finden. Das kommt dann sogar bequem ins Haus.

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die cinqueterre sind schön

8. Juli 2008 von sommerfrische

… aber nicht einfach. Das gilt fast in jeder Hinsicht. 
5terre oder Cinque Terre oder cinqueterre, die fünf Dörfer, das bezeichnet einen dramatischen Küstenabschnitt, wie es am Mittelmeer wohl wenig andere gibt.
Das ganze ist wenige Kilometer lang, von wenigen Menschen bewohnt. Einerseits die schwierige Steilküste, andererseits die Schönheit der mit unendlicher Geduld gebauten und gepflegten Terrassenlandschaft, bekannt die Zitronen, der Wein. Schwer zugänglich das Meer, weit der Blick bis Portofino, gelegentlich bis Alassio und Korsika.
Bis zum Bau der Eisenbahn kam man da nur per Boot oder über höchst beschwerliche Fußpfade hin. Die Zugänge per Straße sind kaum einige Jahrzehnte alt, für einen Besuch ist das Auto absolut ungeeignet … man benutzt den Zug als S-Bahn, oder besser das Schiff.
Wenn man ankommt, in einem der kleinen Orte, da drängeln sich die verschiedensten Völkerschaften, sogar die via d’amore verlangt Eintritt, man versteht nicht, was daran so attraktiv sein soll. Je weiter nach oben man steigt, desto schöner wird die Welt, man beginnt zu sehen, was mit dem berühmtesten Geheimtipp Italiens gemeint ist. Aber das kostet mehr Anstrengung, als die meisten aufbringen wollen. Und es steht keineswegs an jeder Ecke ein Wirtshaus.
Der „parco nazionale“ mit seinem spiritus rektor Bonanini hat Mittel organisiert, Informations-Einrichtungen für den Tourismus geschaffen, Ranger eingestellt, Wege markiert und gerettet, eine cinqueterre card mit allerlei Vergünstigungen etabliert, ein Paten- und Partnerschaft Programm initiert, das die alten Terrassen und ihre Mauern bewahren will, und müht sich um die Wasserqualität des küstennahen Meeres …
Nennenswerte touristische Infrastruktur gibt es nur in Monterosso, im wesentlichen mit Pensionsbetrieb, sonst außer den gelegentlich aufdringlichen Zimmervermietern eher wenige Übernachtungs-Möglichkeiten; doch findet man in jedem der Dörfer ein Zimmer oder Appartement – mit viel Glück auch ein Haus irgendwo in den Hängen.
Abendliches Leben findet man im wesentlichen in Monterosso und sommers in Riomaggiore, ansonsten kehrt nach dem überbordenden Ausflugsbetrieb tagsüber bald Ruhe ein.

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Deutsche, bitte erobert uns!

26. März 2008 von sommerfrische

ein Versuch, eine untaugliche politische Klasse loszuwerden.

Italiens Politik versinkt im Chaos. Jetzt muss das Ausland helfen. Ein Appell des Starkomikers und außerparlamentarischen Oppositionsführers Beppe Grillo.

Beppe Grillo, übersetzt in der Zeit

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Hinter Alassio und Albenga

20. März 2008 von sommerfrische

Kleiner Restaurantführer für Garlenda, Castelbianco und Umgebung

Ligurien ist bekannt für eine gute und leicht bekömmliche Küche, die vor allem viel Obst, Gemüse, gutes Olivenöl und wenig Schweinefleisch, dafür Wild (Wildschwein, Reh, Hase) sowie Fisch verwendet.
Was die Restaurants betrifft, gilt leider: am Meer isst man meistens teuer und nicht immer besonders gut, während man im Hinterland (entroterra) manche Restaurants findet, die typische ligurische Gerichte zu akzeptablen Preisen servieren. Die folgende Auswahl ist willkürlich, alle Angaben beziehen sich auf 2006.

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mountainbike

17. März 2008 von sommerfrische

Das Magazin „MountainBIKE“ – schreibt im März 08: Ligurien-trails, 15 Grad und Sonne satt – das Traumziel für anspruchsvolle Tourenbiker.

Als Reisezeit wird Mai empfohlen – da ist es allerdings schon deutlich wäremer …

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Betonungen

10. März 2008 von sommerfrische

Italiener mokieren sich nach einem Besuch Korsikas (ehedem italienisch) gerne darüber, wie die Franzosen den Namen des Ortes Porto, ihr Pórto aussprechen: Portó.

Ein noch prominenteres Beispiel: Mónaco (italienisch) – Monáco (deutsch) – Monacó (französisch), der Stadtstaat zwischen Italien und Frankreich.

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Neue Reiseführer

6. März 2008 von sommerfrische

Christoph Hennig schreibt nicht nur sehr schöne Reiseführer (und veranstaltet immer wieder ausgesuchte Wanderreisen in verschiedenen Regionen Italiens, auch in Ligurien).
Er reflektiert auch die modernen und neuesten Entwicklungen des Tourismus und der einschlägigen Literatur. Ein Beispiel.
In fünfzig Jahren hat sich das wahrlich weit gewandelt: ein „altes“ Beispiel
Dazu noch google earth und webcams …

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