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Casa Canun
Auf französisch Vintimille, eine Stadt mit langer Geschichte.
Die Hauptstadt der keltischen/ligurischen Intimilier wurde 180 v. C. römisches Municipium, Albintimilium; in der Völkerwanderungszeit Vintimilium, eine der ältesten frühchristlichen Diözesen. XXmiglia, "zwanzig Meilen", wie man manchmal lesen kann, ist also eher eine folkloristische Verballhornung.
Erst im frühen Mittelalter wurde der besser zu verteidigende Hügel oberhalb der Roya-Mündung Stadtzentrum, das ist die enge heutige Altstadt. Mächtig waren die Grafen von Ventimiglia im ganzen Mittelalter.
Doch unterhalb der "rocca" begann sich wieder eine Stadt zu entwickeln, wurde freie Kommune - die klassische Konfliktsituation, die schließlich von Genua ausgenutzt wurde. Magnifica Comunità während der langen genuesischen Vorherrschaft im Grenzgebiet zwischen der Provence, Piemont und Reich.
Die neuen Stadtteile liegen wieder östlich der Roya, lassen französische Einflüsse erkennen, die Stadt geht dann fast schon nach Bordighera über.
Die Befestigungen sind heute weitgehend geschleift, was übrig ist, dient z. T. als Museum, zerschossene Fassaden zeugen von anderen Zeiten. Im Zuge der europäischen Integration ändert sich die Rolle der Grenzstadt zugunsten eines engen Zusammenarbeit mit Mentone.
Lebte die Stadt bisher wesentlich von Handel, Blumenzucht und Grenzverwaltung, so setzt man nunmehr auch auf die Entwicklung bislang vernachlässigter touristischer Möglichkeiten - die Gewächshäuser werden wieder weniger.
Die Brüder Hanbury, im fernen Orient zu sagenhaftem Reichtum gelangt, haben ihre Spuren in und um Ventimiglia hinterlassen, nicht nur die Wunderwelt der exotischen Gärten in Mortola und das Museum der Balzi Rossi, eine der wichtigsten paläolithischen Stellen.
Am Ufer des Roja gibt es ein reiches Hinterland, Ausflüge die pittoresken Strassen entlang des Nervia, Roya und Crosia hinauf zum Col di Tenda, in die noch immer rest-feudalen Territorien Dolceacqua Seborga Monaco lohnen sich allemal.
Berühmt ist auch der große Wochenmarkt freitags in der Neustadt, auf dem keineswegs nur Kleidung und Nahrung angeboten werden.
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